Manche Dinge brauchen: Zeit, den richtigen Moment und vielleicht auch etwas Mut. Jedenfalls ist es bald soweit. Der erste Webvideo-Kursus, der diesen Namen hoffentlich auch verdient, steht an.
Seit mehr als einem Jahr bilde ich Journalisten und PRler für den Umgang mit Webvideo aus. Meistens läuft es nach dem Schema F: Five-Shot-Regel, Interviewtraining, Schneiden in Premiere Elements. Standardprogramm bei Journalistenschulen und Medienakademien. Und leider, so meine Erfahrung, zunehmend an der Realität vorbei. Beim GIZ in Berlin habe ich Juni nun die Möglichkeit, neue Wege zu gehen. Statt mit einer Flip- oder einer alten DV-Kamera, drehen wir mit Webcams. Statt aufwändig gebauter Beiträge setzen wir auf Einfachheit. VIelleicht könnte man es Webcam-Journalismus nennen.
Für viele mag dieser Weg ein unaussprechliches Grauen sein. Wo ist der Journalismus? “Wir brauchen nicht noch mehr YouTube-Gurus!” Ich glaube, dass wir genau diesen neuen Ansatz brauchen, wenn Bewegtbildjournalismus in neuen Medien eine junge Generation erreichen will. Aus “Nachrichten” werden FYI. Aus “Unterhaltung” wird LOL. Aus “Blaulicht” wird OMG.
Wir werden sehen.
Videopunk - Anarchy in Web-TV Webvideos und die Zukunft des Bewegtbildes
“Aus “Nachrichten” werden FYI. Aus “Unterhaltung” wird LOL. Aus “Blaulicht” wird OMG.”Sehr, sehr schön formuliert. Ich zöge meinen Hut, trüge ich einen.