Warum Paid-Content nicht funktionieren wird
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Die Debatte um Paid-Content in den Medien wird ähnlich emotional geführt, wie das Steuersenkungsmaximierungswachstumsbeschleunigungsgesetz. Doch lassen wir die Kirche im Dorf: Rund 10 Prozent der Deutschen wären laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage bereit, für Nachrichten im Web zu löhnen. Dass diese Bereitschaft sicherlich nur für wirklich einzigartigen Content - und keine abgeschriebene Massenware - gilt, unterstelle ich selbst RTL-Zuschauern.
Wenn mehr als 90 Prozent der potenziellen Kunden das Bezahlmodell für Tinneff halten, muss sich ein Unternehmer etwas anderes einfallen lassen. Setzt er weiterhin auf ein Produkt, dass der Markt noch vor der Einführung nicht haben will, nimmt die Marktwirtschaft ihren Lauf. Schuld am Untergang des professionellen Journalismus sind demnach nicht die Kunden, sondern schlicht und ergreifend der Hersteller. Dies zu verleugnen ist nur eines: Dreist und dumm.
