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Warum eine Kamerabrille mehr sein wird als ein Gadget

Mehr oder weniger schicke Brillen mit eingebauten Kameras gibt es wie Sand am Meer. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Keines der Produkte ist es auch nur annähernd wert, verlinkt zu werden. Mit Eyez könnte sich das ändern. Auch wenn die Brillenkamera noch in Entwicklung ist, steckt schon im Konzept das notwendige Quäntchen Magie: Livestreaming.

Die Spezifikationen der Brille sind noch nichtssagend: 720p, eingebautes Mikrofon, 8GB Speicher, der Akku ist platzsparend im Ohrenbügel untergebracht. Spannender wird es bei der Live-Integration: Mittels WiFi soll sich die Kamera mit Androids oder iPhones verbinden, von dort scheint es mittels eigener App in die weite Netzwelt zu gehen. Durch das telefoneigene 3G würde die Brille damit zum Dauersender - egal wann und wo.

Für Inhaltemacher öffnet sich eine ganz neue Spielwelt. Anders als hiesige Experimente wie "Looki Looki" mit Niels Ruf (mit 3min.de untergegangen), kann die Eyez ihre volle soziale Macht ausspielen. Wie sieht die Facebookwelt aus, wenn immer mehr Nutzer ihr Leben in Echtzeit verbildlichen? Wann sind wir noch privat und wann live und öffentlich im Netz? Werden Gespräche mit der besten Freundin demnächst einer Bühnenaufführung gleichen und die halbe Freundschaftsliste bewertet die Beziehungstipps mit Kommentaren? Webvideo ist, anders als Fernsehen, ein Dialogwerkzeug. Die Eyez könnte eben dieses Prinzip auf die Spitze treiben.

Die Eyez kann noch während der Entwicklung vorbestellt werden. Es wenn genügend Geld zusammen ist, wird die Kamera realisiert. Verantwortlich für die Kamera sind u.a. einige ehemalige Flip-Kamera-Entwickler.

Posterous theme by Cory Watilo