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Warum auch Flipboard mein iPad nicht rettet

Ich stehe auf Kriegsfuß. Nein, nicht nur mit der Hälfte der Verlags- und TV-Industrie, sondern auch mit Apple. Als iPad-Nutzer der ersten Stunde bin ich zunehmend enttäuscht vom angeblichen Wundergerät. Und dann noch Flipboard: Diese eine App, die von so vielen als revolutionär betitelt und dann doch nichts als heiße Luft ist.

Um eines vorweg zu nehmen: Ich mag mein iPad. Ich habe unzählige Stunden, die ich lieber hätte schlafen sollen, in das Lösen von Puzzles, das Erobern von Landstrichen und Retten von hübschen Prinzessinnen gesteckt. Kurz: Ich habe die Zeit verdaddelt.

Ist das alles - das iPad als Spielzeug? Am Montag habe ich den Versuch gemacht, einen gesamten Bürotag ohne Laptop und nur mit iPad zu verbringen. Dabei war ich durchaus ergebnisoffen: Videoschnitt hatte ich von vornherein ausgeschlossen. Aber selbst das E-Mailen geht nur krückenhaft, das Surfen endet nicht selten an einer Flash-Schranke. iPad = nutzlos ?

Die Rettung hätte Flipboard bringen können: Diese kostenlose App, die nichts weiter machen soll, als alle möglichen Nachrichten-Fische in neues Papier zu wickeln. Leider (noch?) ohne RSS, Google Reader und andere meiner Standard-Wege, Nachrichten zu konsumieren. Zugegeben: Das Blättern in Twitter-Nachrichten ist nett. Offensichtliche Zitate in Gänsefüßchen werden optisch wirksam auf die virtuelle Magazinseite verfrachtet. Auch die Facebook-Anbindung ist ein Schritt in optische Gefilde: Verlinkte Bilder werden hübsch groß skaliert auf den iPad-Schirm gestellt. Und und und.

Alles in allem wirkt Flipboard wie der x-te Aufguss eines Newsreaders, nur eben mit beschränkten News. Dass nun Twitter und Facebook einlaufen, finde ich weder revolutionär noch besonders praktisch. Konversationen möchte (bzw. kann ich) nicht über Flipboard führen.

Gewohnter Content wird so nur wieder recycled. Das wirklich schön. Aber eben nicht neu.

(Ich gehe jetzt wieder Jungfrauen retten.)

Ein Kommentar

  1. Mal ReelDirector probiert? Läuft doch jetzt auch auf dem iPad -> http://www.macnotes.de/2010/07/22/reeldirector-zum-rabattpreis-die-video-edit

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