Der Biorhythmus von Webvideos
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Einer der Erfolgsfaktoren für Webvideos ist, wann das Bewegtbild auf Webseherfang ins Netz geht. Erstmalig gibt eine Studie von Brightcove/Tubemogul Einblick in den Tagesrhythmus. Dabei zeigen sich starke Unterschiede in den einzelnen Webvideogattungen.
In der Gesamtheit betrachtet überrascht die Aufschlüsselung nach Wochentagen. Sowohl der Samstag als auch der Montag sind die schwächsten Tage. Aber auch hier gilt: Mit jeweils knapp 13 Prozent der Gesamtvideoabrufe liegen selbst diese beiden Tage nur knapp unter den restlichen Tagen. Spitzentag ist der Mittwoch, der trotzdem unter 16 Prozent der Verteilung bleibt.
Näher aufgeschlüsselt zeigt sich die gänzlich andere Nutzungsgewohnheit der Mediengattungen. News getriebene Seiten freuen sich über einen starken Wochenanfang, Entertainment-Angebote nehmen im Laufe der Woche an Fahrt auf. Vor allem der Donnerstag ist der klickträchtigste Tag für Videos aus den Bereichen "Online-Media" (z.B. Blogs) und Marken.
Ein leicht anderes Bild zeigt sich bei der Nutzungsdauer. Hier sind die Wochenenden weiterhin führend. Ein ganz klares Zeichen dafür, dass die "lean back"-Haltung auch im Netz mitbestimmend ist. In der Woche werden vornehmlich kurze Clips konsumiert, am Wochenende bleibt Zeit für längere Stücke.
Marktführer sind dabei weiterhin die Broadcaster: Ihr Content wird, unabhängig vom Wochentag, immer deutlich länger konsumiert als die Inhalte der anderen Gattungen.
Die Schere geht bei der täglichen Betrachtung weiter auseinander: Entertainment-Videos haben ihre Peaks während der Bürozeiten, Fernsehinhalte werden eher in den Morgen- und Abendstunden gesehen. Interessant: Bei Zeitungsvideos ist kein Muster zu erkennen - sie werden den gesamten Tag über konsumiert. Und führen in den Nachtstunden sogar die Abrufrangliste an.
