Ein Tag im Leben des Diego Maradona - filmed with Canon 7D

Was würde Maradona machen, wenn er einen Tag in Hamburg weilen würde? Nunja, die Leute bei MTV haben sich was ausgedacht und mich mit der Videokamera losgeschickt, dieses fiktive Erlebnis für die Nachwelt festzuhalten.

Die gesamte Sendung gibt es hier, der Einspieler mit Diego folgt ab ca. Minute 11:50)

------

Gedreht habe ich das ganze Ding mit der Canon 7D, Zacuto Tactical Shooter, dem Sigma 18-50 2.8 und viel Experimentierfreude. Denn diese Kameraperspektive (Point of View) ist verdammt bitchy in manchen Lebenssituationen.

Kiffen mit der Vuvuzela

Nachgereichter Link: In der 2. Folge von "Kavkas WM Camp" auf MTV war ich mit GameOne-Moderator Nils in der Hamburger City unterwegs. Als glühende Verfechter des Vuvuzela-tums beweisen wir: Dieses Musikinstrument ist ein Segen für die Menschheit!

http://www.mtv.de/videos/21560447-kavkas-wm-camp-folge-2.html

(Zum Vuvuzela-Clip geht es ab Minute 5:57)

Gedreht mal wieder mit der Canon 7D.

Kavkas Fußballtempel, eine Canon 7D und ganz viel Vuvuzela

Während der WM bin ich hin und wieder in Hamburg. Kleine MAZen für den Jugendsender-formerly-known-as-Musiksender MTV drehen. Eine wahre Herausforderung für mein frisch zusammengestelltes VJ-Set mit der Canon 7D.

Wobei: Irgendwie geht das schnelle Drehen mit der DSLR. Sorgen macht mir derzeit der Ton. Obwohl der Zoom H4N ein fantastisches Gerät ist, ist das Arbeiten unter VJ-Bedingungen damit ein Fluch. Während des Filmens ein zusätzliches Gerät bedienen, ok, das haut noch so hin. Aber beim Schnitt ist Geduld gefragt - ein Umstand, der unter Zeitdruck den Nikotinkonsum drastisch ansteigen lässt.

Was besonders ärgerlich ist: Das Synchronisieren des externen Sounds mit den Canon-Videoclips. Zwar gibt es für Premiere mittlerweile eine (Beta-)Version von PluralEyes, das überall angepriesene automatische Synchen der Clips funktioniert leider mäßig bis gar nicht. Und wenn, dann dauert die Automatik unverhältnismäßig lange. Meine Konsequenz: Ich synchronisiere wieder von Hand, das geht deutlich schneller.

Für den szenischen Einsatz, also von Werbeclip bis Doku-Film, mag PluralEyes hinhauen. Den Rechner über Nacht alle Clips durchackern zu lassen, ist bei derartigen Produktionen weniger ein Problem. Je aktueller der Dreh, desto nerviger wird es aber.

Ich bleibe am Ball und werde weiter am Workflow schrauben.

Achja: Markus Kavka ist tatsächlich sehr klein. Und Vuvuzelas gehen mir seit dem letzten Dreh (Sendung heute abend) gehörig auf die Familienjuwelen.

Mehr zu "Kavkas WM Camp"

Die erste Folge

Einfach, günstig - und praktikabel: Meine Canon 7D als VJ-Cam

Solange es nicht quick and dirty gehen muss, sind Video-DSLRs tolle Videokameras. Aber im stressigen VJ-Alltag ist mir eine Panasonic HPX oder sogar DVX noch lieber. Bis jetzt. Nach langem Experimentieren habe ich die für mich aktuell perfekte VJ-Combo gefunden.

Eine Canon 7D, ein lichtstarkes Immerdrauf (hier: Sigma 18-70 2.8), ein Zacuto Tactical Shooter, ein einfaches LED-Headlight (betrieben über einen Panasonic-Akku), ein LCDVF als Viewfinder. Der Ton kommt über das Zoom H4N und ein Standard-Reportermikro.

Weiterhin in der Kameratasche: Eine Sennheiser Funkstrecke und das eine oder andere lichtstarke Festbrennweiten-Objektiv.

Sicherlich keine Highclass-Ausstattung - aber der optimale Kompromiss aus Qualität, Kosten und vorallem Flexibilität bei Dreh-Terminen mit unvorhersehbaren Situationen.

Ich werde diese Combo die nächste Zeit ausgiebig testen. Und sicherlich an der einen oder anderen Stelle Optimierungen vornehmen.

Langfassung: Ein langer Tag in Koblenz

Ich mag's spontan. Auch das Arbeiten. Vielleicht hat mir deswegen die kurzfristige Reise nach Koblenz so gut gefallen. Warum es dort ging? Ein gewisser "Internet-Blogger" durfte einen Tag bei der dortigen Rhein Zeitung den Blattmacher geben. Während das Lobo-Experiment vor sich hin brutzelte, wurde ich landverschickt. Einen Tag durch Koblenz und das Umland reisen, Eindrücke sammeln und diese in meine Videokamera bannen.

(Fast) jeder Filmprofi wird jetzt aufschreien: Aber die Aktion lief herrlich ungeplant. Es gab schlicht und ergreifend nur einen Mini-Drehplan. Der übrigens exakt 20 Minuten Bestand hatte und Dank des Wetterumschwungs im nächsten Papierkorb landete. Also auf altgediente Tugenden zurückgreifen und in die VJ-Trickkiste greifen: Augen und Ohren offenhalten, Menschen in Gespräche verwickeln und möglichst freundlich dreinschauen.

Herausgekommen sind dabei zwei kleine Werke:

Das lange Stück ist ein Kompott aus Bildern, Interview-Schnipseln und schön-schmalziger Musik und zeigt eine Handvoll Ecken in und um Koblenz. Das zweite, um Mitternacht eingefangene und geschnittene Video, ist in der Altstadt entstanden.(Danke ans "Schiffchen"!)

Wie bei den meisten meiner Werke polarisieren diese: Die eine Seite findet es "wunderschön" und stöbert im Google-Kalender nach einem freien Wochenende für einen Koblenz-Trip. Die andere Seite hält das Video für "handwerklich grausam" und eines professionellen Image-Filmes für unwürdig.

Nun, ich bin froh, dass es keine Image-Filme geworden sind.

Klare Zielsetzung von Sascha und mir war: Das Gefühl der Menschen zu ihrer Heimat in kurzer Zeit mit einfachen Mitteln ins Netz zu bringen. Zumindest das, so hoffe ich, ist erreicht. Menschen von nebenan, aus dem Alltag gerissen, spontan vor die Kamera gestellt, und ehrlich antworten lassen - darunter verstehe ich Authentizität. Und eine Grundvoraussetzung für ein inhaltlich getriebenes Webvideo.

Für die Technik-Interessierten: Gedreht habe ich mit einer Canon 7D. Als Immerdrauf musste das Sigma 18-50 2.8 herhalten. Ausreichend Lichtstärke auch für den nur von einer Kerze beleuchteten Weinkeller an der Mosel. Als Mikrofon durfte sich ein günstiges Rode VideoMic bereithalten. Aufgrund des AGC in der 7D keine optimale Lösung. Aber der Ton ist durchaus zufriedenstellend, wenn auch an manchen Stellen etwas verrauscht. Statt Stativ kam ein Zacuto Tactical Shooter zum Einsatz. Etwas wackliger, aber auf einem Weinberg hätte mein Manfrotto keinerlei Chance gehabt. Schnell zusammengeschnitten wurden die Videos mit dem taufrischen Premiere CS5. Das native Verarbeiten von DSLR-Material ist, vorallem unter Zeitdruck, Gold wert.