Offene Fragen zum Web-TV-Monitor 2010

Mit Verwunderung habe ich die Ergebnisse der Studie "Web-TV-Monitor 2010" gelesen. Demnach liegt die durchschnittliche Nutzungsdauer von Webvideos in Deutschland bei 9,5 Minuten und damit weit über den Ergebnissen anderer Studien (u.a. comscore und TubeMogul). Dort wird von einer Nutzungsdauer von unter 2 Minuten gesprochen.

Weil diese grundsätzlich anderen Ergebnisse absolut nicht dem bis dato angenommenen Markttrend entsprechen, habe ich der zuständigen Agentur Goldmedia entsprechende Fragen geschickt und hoffe auf erklärende Antworten.

Hier die Fragen:

1.)
Inwieweit halten Sie die Methodik, angesichts von lediglich 15 Prozent
Rücklauf der Fragebögen, für repräsentabel?

2.)
Wie erklären Sie sich die große Nutzungsdauer (ca. 9,5 Minuten) in
Deutschland? Diese Zahl wird in sämtlichen anderen Studien auf maximal
2 Minuten geschätzt. Dies ist insbesondere deswegen verwunderlich, da
Plattformen wie YouTube über einen gigantischen Marktanteil in
Deutschland verfügen, die durchschnittliche Videodauer dort aber weit
unter 9,5 Minuten liegen wird - die maximale Dauer bei YouTube ist auf
10 Minuten festgesetzt.

3.)
Zur Einordnung der Studie: Basiert diese ausschließlich auf Fragebögen
und was verstehen Sie unter "Online-Desk-Research"?

Zur Erklärung:

1.) Laut Goldmedia wurden 1275 deutsche Web-TV-Angebote ermittelt. Von den versandten Fragebögen sind 15 Prozent als Rücklauf verzeichnet.

2.) Laut Studie sollen 89 Prozent der Videoabrufe auf YouTube entfallen.

3.) In die Studie sind neben den Fragebögen (siehe 1.) auch eigene Recherche ("Online-Desk-Research") und "17 Expertengespräche" eingeflossen.

 

Ich warte auf die Antworten und die versprochene Zusendung der detaillierten Studienauswertung ab und werde dann ausführlich darüber berichten.

Update: Die maximale Länge von Videos bei YouTube beträgt mittlerweile 15 Minuten. Danke für die Erinnerung an Waldemar Pross.