Neuigkeiten
Startseite » Uncategorized » Nischenfunktion von Webvideos

Nischenfunktion von Webvideos

Die Struktur ist eingefahren: Ganz unten gibt es Lokalredaktionen, darüber thront der “Mantel”. Die Redaktion, die sich um die vermeintlich wirklich wichtigen Themen kümmert. Themen von überregionalem, je nach Definition auch nur von regionalem Interesse. Ein Auslaufmodell? Zumindest im Video-Bereich: Ja.

 

Web-Videos bei regionalen Zeitungsverlagen haben nur dann eine Chance, wenn sie sich ihrer Nischen-Funktion bewusst werden. Statt den großen Geschichten hinterherzuhechten, bedarf es journalistischer Demut. Der Kleingärtnerverein besitzt für einige Menschen vor Ort eine mindestens genauso große Relevanz wie die Weltwirtschaftskrise.

 

Münzen wir diese Relevanz auf Videos, zeigt sich der Standortvorteil eines regionalen Zeitungshauses. Die Redakteure vor Ort sind nah am Menschen. Das Wichtige dabei: Sie sind es jeden Tag. Denn um den neuen Markt zu erobern, bedarf es einer gewissen Regelmäßigkeit an Videos. Ist diese nicht gewährleistet, bleibt das Zusatzangebot eine Ausnahmeerscheinung. Ohne Chance auf Marktdurchsetzung.

 

Die klassische Funktion einer Mantel-Redaktion, das Schaffen von zusätzlichem Inhalt, ist somit obsolet. Bei uns zeigt sich dies an den Klickzahlen. Vermeintliche Beiträge mit Stars und Sternchen dümpeln im PI-Nirwana. Je mainstreamiger der Inhalt wird, desto weniger Webseher aus der potenziell interessierten Masse klicken sich in den Beitrag.

 

Allerdings bedarf es gerade im Lokalen verstärkter Marketingmaßnahmen für erfolgreiche Web-Videos. Der angesprochene Nischenmarkt muss über die Existenz des Videos Bescheid wissen. Leider ist dies nicht selbstverständlich - eine kleine Ankündigung im lokalen Print-Teil erreicht unter Umständen genau NICHT die gewünschte Zielgruppe.

 

Die Ankündigungs-Funktion muss der Lokalreporter selbst übernehmen. Er muss sein Werk aggressiv nach außen bewerben. Und noch nie war dies so einfach wie heut. Ein paar Mails hierhin, ein Foreneintrag dort, und ein Tweet zur richtigen Zeit. Die Werkzeuge liefert das Web zuhauf. Zudem erfreut sich ein analoges Kommunikationsmittel wieder wachsender Beliebtheit: Mundpropaganda.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Nach oben scrollen