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News mit einer DSLR? Wohl kaum...

Mit kindlicher Verwunderung habe ich diesen Beitrag von Matthew Allard gelesen und gesehen. News mit einer DSLR? Das klingt nach einer noch größeren Revolution im Bewegtbildbereich, als das Faktum "Foto goes Video" an sich. Doch schließt für einen Moment die vor Begeisterung weit aufgerissenen Augen: Das was Mr. Allard unter News versteht, hat mit unseren NIFs nicht viel am Sensor.

Schauen wir uns zunächst den mit einer Canon 7D gedrehten Beitrag an:

Ich finde den Beitrag äußerst gelungen, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Ein Thema, welches förmlich nach tollen Bildern schreit.

Allerdings - und das ist das größte Manko - steht der Produktionsaufwand auf der falschen Seite der News-Straße.

The shoot took about 4-5 hours to do.

Für eine klassische News wird es an dieser Stelle schon knapp.

Aber weiter:

The whole edit took about 7-8 hours to do as I spent a lot of time fiddling with it and making slight adjustments – I was running five tracks of audio.

Nun mag man/frau argumentieren, dass diese Produktionszeit für das Ergebnis in Ordnung gehen möge. Aber 5 + 8 macht bei mir immer noch 13 Arbeitsstunden.

Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie dieses im Alltagsgeschäft deutscher Privatsender aufstoßen würde. Oder noch extremer: Bei eher Buchstabenlastigen Medienhäusern. Der Trend geht dort eher zu Flip-Bewegtbildern.

So aufregend die schöne neue DSLR-Welt auch ist: Sie bleibt zunächst weiterhin der fiktionalen und der dokumentatorischen Schiene vorbehalten. Halt allem, was nicht bei Drei schon auf dem Sendemast sitzen muss.

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