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ePolitik und die Technik dahinter

ePolitik ist da. Ein kleines schnuckeliges Format vom ElRep fürs ZDF. Kollege Julius hat tiefergehend über den Inhalt (OpenData) geschrieben, ich vervollständige das Ganze mit ein paar Technikfakten.

Zunächst einmal: Der gesamte Beitrag ist mit der Canon 5D Mk2 gedreht worden. Oder besser gesagt: Mit zwei Modellen parallel. Zu sehen an den Interview-Einstellungen. Bewusst haben wir auf “available light” gesetzt. Wirkt echter. (Außerdem mag ich das Herumschleppen von Lichtkoffern nur so halb.)

Wie das mit den Canons so ist: Der Ton macht Mehrarbeit. Wir haben alles schön sauber extern über ein Zoom H4N aufgezeichnet und im Schnitt mit den zwei Kameraeinstellungen synchronisiert. Leider von Hand, denn PluralEyes für Premiere CS5 ist derzeit unbrauchbar: Die Fehlerquote beim Synchen liegt dermaßen hoch, dass das manuelle Zusammenführen von Audio und Bild das kleinere Übel ist.

Weiterer Haken beim Dreh mit den Canons: Nach ca. 12 Minuten bzw. maximal 4GB Dateigröße ist Finito. Unschön für den flüssigen Ablauf eines Videointerviews. Also hieß es nach 10 Minuten das Interview zu pausieren und die Aufnahme neu zu starten. Klassisch mit Handklappe.

Was zum nächsten Problem führt. Der große Vorteil der 5D ist der große Sensor für eine filmisch anmutende Tiefenschärfe. Was wiederum bedeutet, dass sich der Interviewpartner während der Aufnahme nicht bewegen sollte. Sonst wird aus der schönen Tiefenschärfe ein unscharfes Sehvergnügen. Besonders in den Zwangspausen gefährlich. Da hilft nur permanentes Nachkontrollieren der Schärfe. Mangels externem Monitor nicht wirklich spaßig.

Als Scherben konnten drei Zeiss-Objektive (21mm, 35mm und 85mm) herhalten. Meistgenutztes Objektiv übrigens: Das 21mm.

Was den Aufnahmen sicherlich den letzten Feinschliff verpasst hätte, wäre ein Grading mit z.B. Magic Bullet Looks. Für Folge 2 ist dies aber vorgemerkt.

Die Idee, auf Screencasts zu verzichten, hat uns das meiste Kopfzerbrechen bereitet. Wie zeigen wir die im Off-Text angesprochenen Seiten, ohne langweilige Monitorbilder abzufilmen. Die Idee mit den Pappen mag zwar einfach klingen, allerdings hat die häufig auftauchende Kombination von “Pappe hängt an einer durch Hände gehaltenen Wäscheleine im Wind” meinen Nikotinkonsum immens gesteigert.

In ein paar Wochen geht’s übrigens weiter mit ePolitik und dem Thema “Netzneutralität”. Bis dahin feilen wir noch an einigen Stellen. Außerdem möchte ich endlich mal nachts drehen :-)

 

 

7 Kommentare

  1. Kompliment - mir gefällt´s!

  2. Respekt - wirklich sehr gelungen. Inhaltlich, vor allem aber auch, was die Bilder angeht. Allerdings glaube ich, Ihr solltet versuchen, mit 5-6 min. auszukommen.

  3. Ich sag nur: “TV. Nice round numbers” :) #Sendeplanung

  4. “ohne langweilige Monitorbilder abzufilmen”Hey! Pass auf! :P Monitorbilder sind cool.

  5. Sendeplanung. Stimmt. Ich hatte wohl noch die Schlagworte eines dieser zahlreichen Manifeste im Kopf: “Wir machen kein Fernsehen.” :D

  6. Kompromisse :) Lieber eine Sendeplanung und neue Inhalte mit neuen Mitteln machen, als umgekehrt.

  7. Ist ja gut so. Lieber ab und zu mal über einen Graben springen, als ewig nur in dieselbe Richtung laufen. Und: Das Ergebnis ist ja wesentlich besser, als wenn TVler plötzlich anfangen, “Internet” machen zu wollen :)

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