In letzter Zeit ist es still an dieser Stelle um die Flip-Kameras geworden. Die Erklärung ist einfach: Bereits Ende des Jahres 2009 wurde das Projekt stillschweigend auf Eis gelegt.
Aus Kostensicht ist dieser Schritt nachvollziehbar: Schließlich kostete die Produktion (Dreh, Schnitt) eines Flip-Videos ca. 60 Euro. Aus Verlagssicht viel zu viel Geld für exklusives vermarktbares Bewegtbildmaterial. Auch die rund 40 mit Flip-Kameras ausgestatteten Redaktionen werden sich bedanken, wird das weithin überschätzte Thema “Webvideo” nun endlich an ihrer beruflichen Entwicklung vorbeigehen. Und wer sich in der regionalen Branche auskennt, wird zustimmen: Vierstellige Abrufzahlen für derlei Videos sind ohnehin viel zu wenig.
In diesem Sinne kann ich allen Beteiligten nur gratulieren: Während andere Verlagshäuser diesen unheilvollen Weg energisch beschreiten, besinnt man sich in Essen auf angestammte Zukunftsgeschäfte. Und nicht wenige Redakteure haben nun eine Flip für den nächsten Urlaubs-Trip in der Schublade. Da sag noch einer, Verlage verstünden es nicht ihre Mitarbeiter zu motivieren.
Videopunk - Anarchy in Web-TV Webvideos und die Zukunft des Bewegtbildes
halloMan kann zu Webvideo stehen wie man will, aber über die Kosten von 60€ incl. Dreh und Schnitt kann man nur lachen.Und dann auch noch exclusiv. Jeder offene Kanal würde sich über den Preis freuen. Und ein Foto ist auch nicht umsonst. Nur weil im Internet vieles für lau ist, kann man nicht erwarten das Bewegt Bild nichts kostet. Da sehe ich eher Schwächen in der Vermarktung.gruss Frank
Ja nee, is klar. Vieleicht schafft der Verlag ja bald auch die Computer ab. Irgendwo muss doch noch altes Zeug stehen… Ich frage mich, ob die WAZ die junge Zielgruppe wirklich jetzt schon komplett aufgeben will.
Tja, so ist das mit den Kosten. Aber als flottes Videonotizbuch sollte die Flip doch ganz nett sein.