Dumm ist der, der Dummes tut - #sg #bsf und Co.

Vielleicht bin ich zu jung - oder zu alt - für diese Verdummungs-Maschinerie im Fernsehen. Vielleicht versuche ich nur, mein letztes Quentchen Qualitätsbewusstsein durch den Medienwandel zu retten. Deswegen: Ich verstehe zum Verrecken nicht, warum sich ein halbwegs intelligenter Mensch vor die Glotze setzt und sich freiwillig durch diese Scripted-Reality-Formate quält. Und währenddessen oder im Anschluss über diese verschwendete Lebenszeit mosert.

Selbst BLÖD-Lesern sollte aufgefallen sein, dass keine dieser Pseudo-Dokus auf Pfeilern der Wahrheit ruhen, diese Formate vor Billigheit nur strotzen und medien-historisch in der Ablage P landen werden.

Während Millionen dumm-fauler Berieselungsbauern wenigstens nur ihr Gehirn mit dem Blödheitsbrei füttern, herrscht auf Twitter und Co. der Ausnahmezustand. Hashtag über Hashtag flirren #sg und Konsorten über die Timeline. Eigentlich hilft da nur konsequentes Entfollowen. Uneigentlich heißt das: Zu Stoßzeiten diverse Kanäle meiden: "Aufmerksamkeitshygiene".

Liebe Anhänger des Unterschichten-Fernsehens: Überlegt in der nächsten Werbepause bitte, was ihr macht. Einerseits nach Stille schreien, wenn es um Sarrazin oder BLÖD geht, aber den nächsten Sonntag wieder Werbeapostel für kollektive Volksverdummung spielen. Geht vor die Tür, lest ein gutes Buch, arbeitet euren Feedreader ab oder sonstwas. Aber bitte verschont uns mit den Best-of-Witzeleien deutscher Fernseh-Kleingeisterei. "Dumm ist der, der Dummes tut" sagte bereits Shrimps-Professor F. Gump. Und Lebenszeit zu verschwenden ist nicht gerade der klügste Akt des menschlichen Handelns.

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