Bereits 2008 hatte ich das Vergnügen, mich mit den Akkreditierungsrichtlinien des ADACs auseinanderzusetzen. Siehe auch den Beitrag im JakBlog. Und irgendwie haben die Kollegen immer noch nicht gelernt...
Im Folgenden zitiere ich aus den Akkreditierungsrichtlinien zum ADAC Supercross 2010 in Dortmund:
Akkreditierung von Online-Medien
Mitarbeiter von Online-Medien können nur akkreditiert werden, wenn sie die oben aufgeführten Voraussetzungen
erfüllen und das Medium darüber hinaus folgende Eigenschaften aufweist:
Die stetige und eigenständige Berichterstattung erfolgt in Wort und Bild auf professionellem Niveau.
Die Berichterstattung umfasst neben dem ADAC Supercross Dortmund weitere Themen.
Die Zugriffszahlen müssen transparent nachweisbar sein, z. B. durch IVW-Prüfung.
Die Zugriffszahlen von privaten Angeboten sind in der Höhe mit denen professioneller Onlinemagazinen
von Vollredaktionen und Verlagen vergleichbar.
(Damit nicht genug:)
Reine Blogs, Community-Portale, Foren, Foto-Galerien und Link-Sammlungen sind von der Akkreditierung
ausgeschlossen, da sie nicht dem redaktionellen Anspruch des Veranstalters entsprechen.
Nachtrag 11:15 Uhr
Die zuständige Pressestelle in Dortmund (ADAC Westfalen) kann die Kritik an den Richtlinien nicht nachvollziehen. Zur Frage nach dem "redaktionellen Anspruch" des Veranstalters (ADAC) sagt Pressesprecherin Ute Kockelke: "In Blogs findet kaum redaktionelle Berichterstattung statt. Dort sind eher Leute, die sich unterhalten".
Inwieweit bei der Akkreditierung die eigenen IVW-Zahlen aufgeführt werden, bleibt den Berichterstattern vorbehalten. "Es gibt dazu ein Feld im Akkreditierungsformular, welches nicht verpflichtend ist", sagt Kockelke. Allerdings seien "dort draußen viele schwarze Schafe" unterwegs und eine "ehrliche Beantwortung" des Feldes würde die Akkreditierungschancen stark steigern.
Im Falle von "DerWesten" empfiehlt Kockelke übrigens, die IVW-Zahlen anzuführen. "Wir haben mit der Akkreditierung eine Agentur aus Köln beauftragt, die vielleicht DerWesten nicht kennt."
Die angesprochene Agentur "ks design" war bis jetzt für ein Kommentar nicht zu erreichen.