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Ästhetischer Videojournalismus

Welche Bildsprache spiegelt den sich verändernden Medienkonsum im Internet wieder? Diese Frage beschäftigt mich seit nunmehr fast drei Jahren. Die klassische (TV-)Bidsprache ist es jedenfalls nicht, wie viele von uns (schmerzhaft) lernen mussten. Vielleicht hat der britische VJ David Gyimah eine Antwort.

Mit seinem ästhetischen Videojournalismus geht er bewusst neue Wege. Der O-Ton im Gegenlicht, der Verzicht auf Stativ, der extreme Einsatz von Farbfiltern etc. verleiht seinen Videos einen eigenen Anstrich. In seinen Videos kombiniert er die Vorteile des VJs wie Nähe und Unmittelbarkeit mit den Stärken der modernen Technik. Das Spielen mit Zeitlupen, Filtern, Effekten war noch nie so einfach - und günstig wie heute. Gleichwohl sind seine Videos kein reiner Selbstzweck wie die mittlerweile ermüdenden Promo-Videos eines Philip Blooms. David vermittelt Emotionen und Sinneseindrücke auf der Basis von Informationen. Bloom hingegen setzt, als Fotograf, die Technik und das Einzelbild in den Vordergrund.

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Posterous theme by Cory Watilo