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Videopunk

Anarchy in Web-TV

09
Mar 2010

Webciety: Internet is (coming) home

Leider reichte es dieses Jahr nur für einen kurzen Samstagabstecher nach Hannover. Wenigstens eine Gelegenheit, die low-light-Eigenschaften der Canon 7D weiter auszureizen. Entstanden ist dieses kleine Video. Trotz gewisser Fortschritte im Handling mit der 7D bin ich nicht mit dem Video zufrieden: Der Inhalt ist sehr mager und taugt eher für ein einfaches Imagefilmchen. Dennoch möchte ich den geneigten Websehern das Endprodukt nicht vorenthalten.

Dank des externen Viewfinders war das Scharfstellen auf der durch und durch dunklen Webciety erst möglich. Das (billige) Canon 50 1.8 hat funktioniert, allerdings war bei einigen Aufnahmen keine volle Schärfe möglich. ISO durchgehend bei 1200. Auch das Drehen ohne Rig oder Stativ ging erstaunlich ordentlich.

Das ganze Material war in ca. 15 Minuten auf dem Speicherchip und in weiteren 60 Minuten auf dem Laptop produziert.

 

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07
Mar 2010

FoD: Presidential Reunion (filmed w/ Canon 7D)

FunnyOrDie rennt mit ihrer Präsidenten-Persiflage mal wieder auf neue Klick-Rekorde zu. So spaßig das Video auch wirken mag: Es geht um den CFPA in den USA - seit Jahrzehnten ein heißes Thema.

Im Video u.a. zu sehen: Will Ferrell, Darrell Hammond, Dana Carvey, Jim Carrey, Dan Akroyd, Chevy Chase und die Canon 7D. Moment - Canon? Genau. Der gesamte Sketch wurde mit einer 7D gefilmt. Ein erneuter Beweis: VDSLRs sind fest in der Branche angekommen.

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05
Mar 2010

Eine Liebeserklärung

Oder nur cleveres Marketing?

Zufälligerweise, und das steht auch noch in der Video-Beschreibung, gibt es den Cover-Song ab April zu kaufen...

 

Sei's drum: Die Idee ist klasse abgedreht. Und sollte es dort draußen tatsächlich eine Ex geben: Schnapp dir den Knaben, bevor er wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses ins Café Viereck rollerbladen muss.

 

 

(Video gefunden bei Holadiho)

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04
Mar 2010

Die vjakademie im Netz

Sehr informative Seite mit vielen Grundlagen-Videos rund ums VJen von VJQueen Sabine Streich.

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04
Mar 2010

Authentisch oder tot

Ich bin kein Freund deutscher Fernseh-Hausmannskost. 99 Prozent der konsumierten filmmernden Inhalte sind grenzdebil, plumpe Verarsche oder dreiste Abzocke. Dummerweise glauben eben jene TV-Anstalten, die durch Innovationsfeindlichkeit glänzen oder die BUNTE für ein Qualitätsmedium halten, ihren wertvollen Content ins Netz kippen zu müssen. Seit an Seit stehen sie dabei mit Verlegern und anderen Medien-Gespenstern. Die gute Nachricht: Im Netz gibt es nicht nur Volldeppen.

 

Das Zauberwort, woran so ziemlich alle Bewegtbild-Bauer versagen, ist "Authentizität". Für Mitleser oben angesprochener Sender: Das hat was mit Echtheit zu tun. Grob geschrieben bedeutet das: Realität abbilden und möglichst wenig verzerren.

 

Dass Sender wie Sat1 Authentizität mit Zuschauerfängerei verwechseln, sei diesem Nachrichtensender verziehen. Leider sieht es auch bei den Öffis nicht viel besser aus: Wer nicht durch Zufall mit der Fernbedienung im Nachtprogramm auf einem der Dritten hängenbleibt, wird auf den vorderen Kanälen mit geskriptetem Alltag erschlagen. Ganz ehrlich: Wie viel Ehrlichkeit steckt in der Tagesschau, wenn von einem Fließband-Nachrichtensprecher vertonte Archivbilder über den Äther gejagt werden? Den pauschal-Vorwurf der "Gatekeeper" lasse ich an dieser Stelle bewusst unter den Tisch fallen.

 

Was die TV-Teilnehmer beim Spielen im Netz vergessen: Nicht zuletzt Dank "Social Media" (noch so ein Zauberwort) ist der Begriff Authentizität Fleisch geworden. Das Scheitern der meisten achso-viralen Werbekampagnen liegt an der kaputten Denke, "eben über Facebook Werbung zu machen".

Videojournalismus ist kein Allheilmittel für abzessive Bewegtbild-Strukturen, er ist nicht einmal für jede Bewegtbild-Darstellung als Handwerksmittel geeignet. Aber seine Grundzüge weisen die Richtung. Wenn jemand von Graswurzeln im Internet spricht, sollte er beim VJing anfangen.

Und um gewissen Leuten im Vorfeld das Lüftchen aus den Segeln zu nehmen: Hierbei geht es nicht um euer so hoch gehaltenes Handwerk. Videowackeln ist Begleiterscheinung einer gewissenhaft ausgezeichneten Realität. Das mag euch nicht passen, weil 20 Jahre Zielwasser-Saufen nur für Katz und Leber waren. Aber um den Buchstabensetzer in der Druckerei weint auch niemand mehr.

 

Zum Abschluss ein paar Gedanken des VJ-Trainers Roberto Tossuti (hr-Fernsehen!!!!) zum Thema "Authentizität".

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02
Mar 2010

Wait For Me - 3 Minute Documentary

Wait for me and I'll come back,
Dodging every fate!
"What a bit of luck!" they'll say,
Those that would not wait.
They will never understand
How amidst the strife,
By your waiting for me, dear,
You had saved my life.
Only you and I will know
How you got me through.
Simply - you knew how to wait -
No one else but you.

Manchmal hilft es nur zu warten...

Eine ergreifende Geschichte, erzählt in einer perfekten Kombination von Bild, Ton und Montage. Drei Minuten können derart viel erzählen. Und das ist es, was wir tun sollten.

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28
Feb 2010

The Third & The Seventh

Architektur, Kunst, CGI, ein Meisterwerk.

 

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27
Feb 2010

Da war doch noch was...

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23
Feb 2010

Bewegtbild muss sich selbst aufgeben

Vor mehr als zwei Jahren posaunte ich mein Videopunk-Manifest in den digitalen Konzertsaal. Bewusst provokativ, kontrovers, verknappt. Viele Diskussionen wurden seitdem geführt, was denn nun Webvideo sein kann oder soll. Endlich meine Antwort: Webvideos müssen sich selbst als Darstellungsform aufgeben.

Nicht ein moralischer, sondern ein durchaus rationaler Altruismus ist gemeint. Selbstaufgabe zum Selbstzweck. Nicht der Abrufzahlen wegen, sondern zum Wohle der Medienkonvergenz.

Webvideo wird gemeinhin als eingekapselte Darstellungsform gesehen. Äußerliche Faktoren wie Länge, Stilmittel, technisches Handwerk gleichen sich zunehmend den analogen Nutzungsgewohnheiten an. Guter Content ist so lang wie er gut ist, Sehgewohnheiten werden adaptiert und manchmal bewusst gebrochen. Ein verwackeltes Video kann gleichberechtig neben einer Hochglanzproduktion stehen.

Doch im Sinne der Netznutzungsweise kämpft Webvideo weiterhin um seinen eigenen Stellenwert. Alle Versuche der Monetarisierung basieren darauf: Pre-Rolls sind nur ein Ausdruck von vereinheitlichter Mediennutzung. Und damit der immanente Feind des Webvideos.

Webvideos müssen sich von den äußerlich angelegten Windeln freistrampeln.

Für DerWesten habe ich versucht, einige Grenzen zu überschreiten und die Regeln der Darstellung zu brechen.

1.)

Kurze Live-Schnipsel (dort als Fazit in Blog-Form), gefilmt per Handy, vermitteln unmittelbar den bewegten Eindruck vor Ort. Die journalistische Einordnung erfolgte sowohl über Twitter (Text und Foto) als auch über die redaktionelle aktuelle Arbeit der Zentralredaktion in die Reportagen der anderen Kollegen.

Bewegtbild verzichtet hier auf eine, z.B. moderierte Einordnung des Gesehenen in das Geschehen.

 

2.)

Dieses Video von einer Haussprengung wirkt altbacken in seiner Darstellungsform. Leider ist der "Reifegrad" des Videos im Portal nicht mehr zu sehen. Bevor das fertig geschnitte Video ins Portal kam, gab es eine Rohfassung nur mit der Sprengung. Dies bereits nach wenigen Minuten. Insgesamt wurden drei Versionen des Videos online gestellt, parallel zu den aktuell eintreffenden Texten und Informationen der Reporter vor Ort. Webvideo war ein Teil des journalistischen Prozesses und wuchs mit.

 

3.)

Bei dieser Reportage ging es darum, Bruchstücke in der Geschichte mit Bewegtbild anzureichern. Dies fängt bei einem bebilderten Interview an, geht über einen klassischen VJ-Beitrag über das Handwerk, bis hin zu einfachen Schwertkampfszenen zur bildlichen Illustrierung des Erlebten. An dieser Stelle gingen Text und Video eine schon bei der Produktion aufeinander abgestimmte Symbiose ein. Beide Darstellungsformen haben als gemeinsame Erzählweise davon profitiert. (Leider sind beim Relaunch einige Videos zum Ende hin verkürzt worden...)

 

Diese drei Beispiele waren nur der Anfang. Die geschätzten Kollegen von Spiegel Online haben mittels Videos ein Quiz gebaut: Die Frage taucht im Video auf und bezieht sich auf den gesehenen Inhalt. Berühmt ist die mit Preisen ausgezeichnete Reportage "Pearls before breakfast" der Washington Post. Das als Überwachungsvideo "getarnte" Video rundet die Geschichte ab. Das Special der Las Vegas Sun zur Geschichte der Stadt vereint etliche Darstellungsformen zu einer Einheit.

Videos müssen sich als Darstellungsform aufgeben. Um sich selbst neu zu erfinden.

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22
Feb 2010

Shake it, baby!

Wer es noch nicht weiß: Ich bin ein Freund der wackelnden Kameraeinstellungen. Ich stehe dazu, ich will es gar nicht verneinen. Ich oute mich. Neulich hat mich jemand deshalb als "Qualitätsverweigerer" tituliert.

 

In der Wahrnehmung vieler Kollegen wird Webvideo mit verwackelten Videos gleichgesetzt. Das rührt vorallem daher, dass der Großteil an YouTube-Content von Oma Lieschen, Enkel Jens und manchmal von Kater Fritz produziert wurde. Die Wackler sind dort ebenso normal, wie kalte Currywurst-Sauce in Berlin (ihr Banausen!).

Und was ist mit den Profis? Die es besser wissen sollten, die damit Geld verdienen wollen, die ein Handwerk beherrschen? "Wir dürfen nicht verwackeln, wir sind ja besser."

Mir kommt es nicht auf den stilistischen Aspekt eines Wackelvideos an - dieser mag in einigen Videos eine Rolle spielen: Mehr Authentizität, Nähe, Ich-Perspektive.

Warum ich dennoch auf die shaky cam stehe?

Weil der Inhalt dahinter oft wichtiger ist als das handwerkliche Begleitgespenst.

Live-Videos vom Brennpunkt des Geschehens, meist per Handy gefilmt; diese eine persönliche Szene während der Reportage; der spontane O-Ton am Spielfeldrand: All dieses wären ohne Gewackel kaum möglich.

Bin ich deshalb ein Qualitätsverweigerer?

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